Mittwoch, 23. April 2014

Wenn eine Stadt zerbricht...




Hallo ihr Lieben!

Vor Kurzem habe ich euch ja bereits ein paar Bilder von dem malerischen Städtchen Staufen im Breisgau gezeigt. Vielleicht könnt ihr euch noch daran erinnern?
Doch heute möchte ich euch einmal mehr davon erzählen:

Staufen ist eine historische, mittelalterliche Kleinstadt, deren Gebäude heute noch vom früheren Leben erzählen. Die Burgruine überschattet die Strassen der Altstadt. 
Im Gasthaus Löwen (direkt in der Altstadt/neben dem Rathaus) soll auch, der von Johann Wolfgang von Goethe im Drama "Faust" beschriebene Doktor Johann Georg Faust während der Renaissance gelebt und verstorben sein. 
Aus diesem Grund nennt sich Staufen auch gern die Fauststadt.

Doktor Faust, der einstige Alchemist und Magier ist der berühmteste Einwohner dieses Städtchens.
Wegen seiner angeblichen Zauberkünste und der Legende von seinem Pakt mit dem Teufel bleibt diese Figur bis heute faszinierend. 
Man sagt allerdings die Wahrheit hinter der Faustlegende und dem elenden Tod des Gelehrten Faust, war sein unerfülltes Versprechen, dem verarmten Herrn von Staufen Gold durch Alchemie herzustellen.

Soviel zur Faustsage... hier ein paar Bilder des Städtchens:








Leider hängt aber tatsächlich über dieser so beschaulich wirkenden Kleinstadt ein dunkler Schatten, der die Bevölkerung regelrecht in Angst und Schrecken versetzt.

Denn der historische Altstadtkern zerbricht...



~ das Rathaus zeigt tiefe Risse an der Fassade~











Die historische Fauststadt hat nämlich ein großes Problem:

Über 260 Gebäude sind durch anhaltende Erdhebungen beschädigt.
Die Katastrophe in Zeitlupe wurde vermutlich durch Geothermie-Bohrungen ausgelöst.
Im Erdreich hat sich durch eine physikalische Reaktion Gips gebildet, der für die Bodenhebungen verantwortlich gemacht wird.

Übrigens laut Faustsage ist genau an dieser Stelle Mephisto vor etwa 500 Jahren in die Erde gefahren. 

Soll dieser Ort jetzt nicht mehr zur Ruhe kommen?



~Rose aus meinem Garten / Saison 2013~


Mit diesem kleinen Bericht aus meiner Umgebung, möchte ich mich für heute erst mal verabschieden. 

Ich wünsche euch eine gute Zeit!

Herzlichst Eure
~Susanne~

Kommentare:

  1. Oh das ist ja erschütternd! :-O So eine hübsche kleine Stadt aber vor allem ihre Bewohner! Das es sowas gibt, hätte ich nicht gedacht. Kann man denn irgendwas dagegen tun oder es nur verlangsamen?
    Besorgte Grüße,
    Alice

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  2. Liebe Susanne,
    von den Schäden solcher Geothermie-Bohrungen hört man immer öfter. Soweit ich weiß, hat die Stadt Böblingen ein ähnliches Problem. Vielleicht sollte man von diesen Erdwärme-Bohrungen einfach die Finger lassen! Vor allem finde ich es jammerschade, dass dadurch auch historische alte Gebäude zu Schaden kommen. Bekommt man eigentlich eine Entschädigung, wenn es das eigene Haus betrifft? Bzw. werden die Bohrungen dann eingestellt, da es ja schon offensichtlich ist, dass es daher rührt?

    Ganz liebe mitfühlende Grüße
    Petra

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  3. Hallo Susanne,

    sehr eindrucksvoll und interessant, waren die Legenden und Tatsachenberichte deiner Stadt! Ich bin ja großer Goethe-Fan! Das die schöne Stadt so leidet ist natürlich weniger schön. Kann man denn gar nichts dagegen tun?

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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