Donnerstag, 28. Mai 2015

Blickwinkel



《《 Von vorne gesehene Sachen,
können von der Seite
 ganz anders aussehen.
Nach nur einem Blick
 etwas abzuwerten,
ist genau so sinnlos, 
wie den 2 Blick nicht zu wagen.
Die Forderung im Inneren 
etwas anzusehen,
beinhaltet das Interesse es 
auch genauer zu betrachten.
Ein 2, 3 Blick lässt Ungeahntes
 vielleicht erscheinen,
Verstecktes, Angenehmes, 
vielleicht auch nicht so Schönes.
Aber woher wissen, 
wenn alles nur oberflächlich,
ohne Interesse, mit 
Vorurteilen betrachtet wird.》》


~Alles hat schließlich 
 seine zweite Chance
im Leben verdient ~ 
*******

Hallo zusammen!

Diesen Text fand ich vor Kurzem in einer Zeitung und er hat mich sofort angesprochen.
Denn er drückt genau das aus, was ich in den letzten Monaten immer wieder feststelle und tief in meinem Inneren empfinde.


Als ich vor vielen Jahren mitten in die Abgeschiedenheit des Schwarzwalds zog, da sollte es eigentlich nur Vorübergehend sein.
Vielleicht nur so ein oder zwei Jahre bis über eine schmerzliche Zeit etwas Gras gewachsen ist.
Und glaubt mir dieses besagte Gras wächst und wächst hier jeden Tag ein Stückchen weiter...


Auf dem Land zu wohnen muss man allerdings immer aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten.
Denn um unabhängig zu sein bedarf es unbedingt ein Fahrzeug, da alles was man im Alltag benötigt, einfach viel zu weit entfernt liegt.
Man kann nicht mal eben kurz Brötchen holen gehen, oder eine Apotheke aufsuchen, denn nichts kann mühelos einfach nur zu Fuß erreicht werden.
Es gibt zwar auch hier auf dem Land öffentliche Verkehrsmittel, doch diese zu nutzen bedeutet, man muss enorm viel Geduld und Zeit investieren.


Von diesem Blickwinkel aus betrachtet, liegt das Haus in dem lebe, wirklich überaus idyllisch.
Es ist umgeben von unendlich viel Wiesen und sogar direkt an einem Bachlauf gelegen.
Hier schlägt zwar weißgott nicht der Puls der Zeit, aber dafür ist man ständig mit der Natur in direkten Kontakt.


Nur anhand ganz geringen Aufwands ist man stattdessen gleich einmal auf einer Anhöhe wie dieser, die dann solcherlei zauberhafte Ausblicke bietet. Hier mag man lange stehen bleiben und den Blick in die Ferne schweifen lassen.


Doch nicht nur diese tolle Sicht, sondern auch eine ganz neue Bedeutung bekommt plötzlich das Wort ~Ruhe~.
Denn diese wird hier tatsächlich nur durch das Rauschen der Blätter in den Bäumen und das Zwitschern eines Vogels kurzzeitig unterbrochen.


Aber auch vielerlei Farben erhalten hier auf dem Land eine wesentlich intensivere Deutung.
Grün ist nicht einfach nur die Farbe des Grases, sondern die Farbe der Hoffnung und des Wachstums.


Vielleicht versteht ihr nun, warum der obige Artikel für mich so bedeutungsvoll ist.
Denn auf den ersten Blick, erschloss ich aus dem Leben in der Abgeschiedenheit zunächst nur Einschränkungen und Verzicht.
Aber auf dem zweiten und dritten Blick fand ich hier, was ich tatsächlich zum Leben brauche.
Es hat sich für mich wirklich sehr gelohnt etwas besser und genauer hin zuschauen.
Doch was für mich mein lieb gewonnener Lebensraum ist, dass ist auch für manch Einen von uns, der erweiterte Blick auf einen Mitmenschen.

Wie auch immer...

Ich wünsche euch hiermit viele wundervolle Blickwinkel, in dieser leider allzu rastlosen Zeit, wo täglich nur noch Macht und Profit unser kostbares Leben erobern!

~Susanne~


Kommentare:

  1. Deine Betrachtung erinnert mich an meine Kindheit. Bei mir war der Weg umgekehrt: ich bin vom Land in die Stadt gezogen. Ich genieße die Vorzüge, nicht auf ein Auto angewiesen zu sein, aber mir fehlt das Rauschen der Bäume und die Stille im Wald doch hin und wieder sehr.
    Deshalb genieße ich in Ruhe Deine wunderschönen Bilder und stelle mir das Rauschen der Bäume einfach vor :o)
    Sei herzlichst gegrüßt
    Sigrid

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  2. Liebe Susanne,

    ich kann dir da nur zustimmen, es ist einfach wundervoll in der Natur zu leben oder sie noch zu sehen. In den Städten sind Häuserfronten an Häuserfronten und ab und zu ein kleiner Park oder Hof wo es etwas grünt, aber wenn man am Land lebt, dann wird das Leben ruhiger und gemütlicher.

    So mancher 2.e Blick ist dann wirklich der, der einem zeigt was richtig oder richtig ist.

    Ich wohne ja auch ländlich und möchte nicht mehr in die Stadt zurück ;o))

    Schön ist es bei euch, ich glaube auch je älter man wird umso mehr schätzt man sowas wie Ruhe und dass man schon nach ein paar Schritten gleich in der Natur ist.

    Ich wünsch dir einen wunderschönen Tag und danke dir für deine schönen Gedanken und Bilder.

    Ganz liebe Grüßle Mela

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  3. Liebe Susanne
    Nebst den schönen Bildern hat mich vor allem der einleitende Text sehr angesprochen. Denn genau so ist es: (Fast) alles hat eine zweite Chance verdient und so vieles sieht beim genauen Hinsehen ganz anders aus als auf den ersten Blick.
    Ein schöner Post, danke dafür!
    Alles Liebe,
    Nadia

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  4. Was für ein schöner Post!
    Herzlichst
    yase

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  5. Ein wirklich idyllisches Plätzchen wo du lebst- ganz im Einklang mit der Natur .Ich mag gern solch kleinen Orte-

    GLG
    Elma

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  6. Liebe Susanne,
    ein sehr schöner Post, deine Wahlheimat ist wundervoll idyllisch, obwohl ich bin der totale Stadtmensch, ich hab aber auch noch nie auf dem Land gewohnt, vielleicht würde ich ja auch Gefallen daran finden am Landleben.
    Liebe Grüße von Tatjana

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  7. liebe Susanne,
    ein wunderschöner Post und ein wunderbarer Text am Anfang Deines Posts.
    Wir wohnen jetzt seit 13 Jahren auch auf dem Land, wir mussten uns damals viele gut gemeinte Ratschläge anhören, es lieber nicht zu tun. Aus all den Gründen die auch Du beschrieben hast. Ich liebe es hier wohnen zu dürfen und genieße jeden Tag. Vor allem die Ruhe (obwohl es hier auch viele Geräuschpegel gibt, z. Bsp. in der Erntezeit, aber das gehört dazu und ich mag es) Es ist wunderschön in und mit der natur leben zu dürfen.
    viele liebe Grüße
    Gerti

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  8. Liebe Susanne,
    ein sehr schöner Post und an dem 2. Blick ist viel Wahres dran. Beim Stadt- oder Landleben hat beides seine Vor- und Nachteile und jeder muss für sich selbst abwägen, was ihm wichtiger ist. Es freut mich, dass du dich auf dem Land so wohl fühlst und man sieht an den Bildern, dass es einfach nur schön ist. Ich wohn so zwischendrin, aber wär gern noch weiter draußen auf'm Land.
    Lieben Gruß und genieße dein Leben,
    Trixi

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  9. Diesen 2. und auch 3. Blick haben viele Dinge wirklich verdient. Es ist gar nicht möglich sich so auf die Schnelle ein Urteil über etwas zu erlauben. Auch wandeln sich eigene Ansichten: was ich gestern furchtbar fand, das kann heute mein Gefallen finden. Also, immer noch mal was neu überdenken ist jetzt meine Devise. Liebe Susanne, Du hast Dich in dieser herrlichen Gegend mit ihren Vor- und Nachteilen eingerichtet. Das Leben verschlägt einen wer-weiß-wohin und überall kann man Vorteile entdecken und über Nachteile hinweg sehen. Dein Post gefällt mir und ich habe wieder etwas noch mal zu bedenken durchs lesen bei dir, LG ClauDia.

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  10. Liebe Susanne,
    so schön hast Du Deinen Blickwinkel erzählt.
    Und ich würde noch lieben gerne noch mehr in der Natur leben wollen.
    Auf einen Einsiedler -Hof das wäre es. Doch meine Mann liebt das Leben
    mehr Richtung Stadt deshalb wohnen wir genau dazwischen. Nicht in der Stadt
    aber auch nicht so richtig auf dem Land.
    Ich finde auch die Natur gibt uns die Ruhe und Erholung von dem ganzen Stress.
    Vor und Nachteile gibt es immer, jeder soll für sich entscheiden was für einen wichtig
    ist.
    Für Dich war es wohl auch die richtige Entscheidung.
    Lieben Gruß Ursula

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  11. Der Text spricht mich auch sehr an, liebe Susanne. Auf den ersten Blick kann man einiges übersehen und urteilt vielleicht manchmal vorschnell. Obwohl ich die Umgebung wunderschön finde, wäre es für mich doch sehr ungewohnt so abgeschieden zu leben, da ich immer mitten in der Großstadt gewohnt habe.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sigi

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  12. Tief in uns drin brauchen wir dieses Innehalten, Schauen und die Ruhe, um wieder unsere Mitte und zu uns selbst zu finden nach einen stressigen Tag. Wenn dieses über Jahre fehlt, werden wir krank. Ich habe immer das Bild meines Vaters vor Augen, wenn er langsam durch den Garten ging, stehen blieb, einfach nur schaute. Er war ein zufriedener, ausgeglichener Mensch. Heute mache ich es selber, was mir anfangs gar nicht bewußt war. 'Meditieren' ist das moderne Wort dafür. In dieser wunderschönen Gegend leben zu dürfen, liebe Susanne, ist etwas Besonderes, besser als Medizin. Das schließt ja nicht aus, daß man sich ab und zu auch mal in den Trubel begeben kann. Im übrigen kann man alles andere organisieren. Liebe Grüße Edith

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  13. Liebe Susanna,
    ja, oftmals schaut Etwas oder eine gewisse Situation auf den zweiten Blick ganz anders aus. Deshalb lohnt es sich meistens mehrmals den Blickwinkel zu wechseln.
    Du wohnst übrigens ganz ähnlich wie ich. Bei uns gibt es außer einer Bäckerei keine Geschäfte mehr. Das war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Aber so langsam habe ich mich daran gewöhnt.
    Liebe Grüße,
    Christine

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  14. Ein wundervoller Post!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  15. Beneidenswert! Besonders an manchen Tagen, wo es um uns herum sehr laut ist!
    Du wohnst in einer wunderschönen Gegend!
    LG Petrag

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  16. Hallo Susanne,
    so ein schöner Beitrag, da hast Du mir aus der Seele gesprochen. Ich lebe gerne hier auf dem Dorf, aber ohne zwei Autos geht es nicht und wenn im Winter ab und an der Schnee zu viel wird und wir für kurze Zeit nicht mehr wegkommen. Dann werde ich ganz demütig, wie klein wir doch sind und wieviel Macht die Natur hat. Dann kann ich wunderbar zu Ruhre kommen und es wird alles ganz unbedeutsamd. Die Hektik, die Arbeit, die Stadt....
    LG
    Manu

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  17. hallo, liebe Susanne
    danke für deine kleine Wanderung auf die Anhöhe! Du hast wirklich eine wunderschöne Sicht von oben.
    Wir hier sind auch von Bergen umgeben und müssen, wenn wir im Wald spazierengehen möchten, auch immer zuerst auf den Berg. Das fällt mir jetzt im Alter aber immer schwerer.
    Ab 09.07. bin ich in Bad Liebenzell für ein paar Tage. Wenn du möchtest, können wir uns gern mal treffen. Am Samstag habe ich gar keine Zeite, ansonsten kann ich es mir einteilen.

    liebe Grüße Regina

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  18. Welch ein wuuuuundervoller Post.
    Ich drück dich mal eben :O) .....

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